Intuition
Es gibt viele verschiedene Definitionen für Intuition:
Im Duden z.B. steht darüber:
- das unmittelbare, nicht diskursive, nicht auf Reflexion beruhende Erkennen, Erfassen eines Sachverhalts od. eines komplizierten Vorgangs;
- Eingebung, [plötzliches] ahnendes Erfassen
- Intuition ist ein schnelles unmittelbares Wissen
Bert Hellinger meint dazu: "die plötzliche Einsicht in das nächst fällige tun"
Wissenschaftler behaupten, dass die Intuition durch rationale Forschung erklärbar und sogar verbesserbar ist. Sie sagen, Intuition bedient sich der Summe unsere Erfahrungen.
Wir lernen ständig, sagt die Wissenschaft ohne uns des Lernprozess bewusst zu sein, so beiläufig und unterschwellig läuft sie ab. Und das gelernte steht uns dann „plötzlich und unerklärlich“ zur Verfügung.
Für mich ist ein auf Erfahrungen und Wissen beruhender HANDEL ein „gelernte Instinkt“.
Abgrenzen möchte ich diese Intuition deutlich von Hellsehen und Wahrsagen, die, meiner Ansicht nach, auf die Zukunft gerichtet sind. Dort werden mit Hilfe bestimmter Praktiken Vorhersagen gemacht, die zukünftig stattfindenden Ereignissen, die außerhalb jeder normalen Sinneswahrnehmungen liegen
Wie nimmt man die Intuition wahr:
Nach meinen Beobachtungen bei verschiedenen Menschen, kommt die Intuition durch unterschiedliche Kanäle
- bei manchen tauchen Bilder auf
- bei anderen Gefühle, die danach interpretiert werden (ein Bauchgefühl)
- wieder andere sprechen einfach etwas aus, was dem Gegenüber genau entspricht.
Malcom Gladwell sagt dazu:
Wir müssen uns damit abfinden, dass es möglich ist, etwas zu wissen, ohne genau sagen zu können, warum wir es wissen. Und wir müssen akzeptieren, dass das manchmal auch besser so ist.
Intuition hat jeder - die entscheidende Frage ist die Verbindung dazu zu finden und vor allem selbst darauf zu vertrauen.
Schneller zu dieser Verbindung kommt man durch Empathie und durch einen in sich ruhenden meditativen Zustand, wo die innere Leinwand von eigenem Problem sauber ist.
Der Psychologe Jonathan W. Schooler gibt den Ratschlag:
„Sobald Sie anfangen, über den Ablauf nachzudenken, kommen Sie aus dem Tritt, sie verlieren den Fluss. Es gibt bestimmte fließende und intuitive und nichtverbale Erfahrungen, die besonders empfindlich auf Erklärungsversuche reagieren. Er meint, es handelt sich bei Intuition nicht um die Glühbirne, die im Kopf angeht, sondern vielmehr um eine flackernde Kerze, die beim geringsten Luftzug erlischt.
Misstrauen zu eigenen Intuition kann so ausgedrückt werden:
„das, was ich weiß, von dem ich aber nicht weiß, dass ich es weiß, beeinflusst mich mehr, als ich weiß.“

